Was auf eine Happy-Hour-Karte gehört
Halt sie kurz und vom Barhocker aus lesbar: Drei bis fünf Drinks und drei bis fünf Snacks reichen. Fang mit dem an, was deine Gäste ohnehin bestellen (ein Helles vom Fass, eine Weinschorle, ein Spritz, ein Longdrink), und ergänz Kleinigkeiten zum Teilen, die schnell aus der Küche kommen: Brezel mit Obatzda, Flammkuchen, Pommes, Bruschetta.
Schreib immer Tage, Uhrzeiten und den Ort dazu: „Montag bis Freitag, 17:00–19:00 Uhr, nur an der Bar und auf der Terrasse“. Das erspart die Diskussion um 19:15 Uhr und sagt allen, die vorbeikommen, wann sie wiederkommen können.
Happy-Hour-Preise, die sich rechnen
Eine Happy Hour funktioniert, wenn sie ruhige Stunden füllt und Gäste bringt, die für weitere Runden zum vollen Preis und zum Essen bleiben. Gib den Drinks einen klaren Rabatt, aber bau die Snacks aus Produkten mit guter Marge, damit der Durchschnittsbon stimmt. Runde Preise wie 4 € oder 6 € merkt man sich leichter und tippt man schneller in die Kasse.
Notier ein paar Wochen lang, was in der Happy Hour verkauft wird. Was im Angebot gut läuft, verkauft sich oft auch später zum vollen Preis, und was nicht läuft, kann Platz für etwas anderes machen.
Die Regeln in Deutschland
Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen Bier, Wein und Sekt erst an Jugendliche ab 16 Jahren abgegeben werden, Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke wie Longdrinks oder Alkopops erst ab 18. Im Zweifel lass dir einen Ausweis zeigen, und schenk an erkennbar Betrunkene nichts mehr aus.
Das Gaststättenrecht verlangt außerdem, dass du mindestens ein alkoholfreies Getränk anbietest, das nicht teurer ist als das günstigste alkoholische Getränk, gerechnet auf die gleiche Menge. Denk daran, wenn du Bier oder Wein in der Happy Hour günstiger machst. Einzelne Bundesländer und Städte haben eigene Regeln, etwa zu Sperrzeiten oder Rabatten auf Alkohol: Frag im Zweifel beim Ordnungsamt oder beim DEHOGA nach.